Januar 2011

Reinke mit Premierensieg

30.01.2011

Die Turbulenzen rund um den Rücktritt von Andreas Pokorny haben offensichtlich keine Spuren bei den Kufen-Cracks aus Hamm hinterlassen.

Und dies führte gleichzeitig dazu, dass Interims-Trainer Mirko Reinke mit seiner Mannschaft einen gelungenen Einstand feierte. Mit 2:0 (1:0-1:0-0:0) siegte der LHH gegen die Königsborner Bulldogs. "Dieser Erfolg war wichtig, um endlich mal wieder ein positives Erlebnis zu haben“, strahlte der neue Trainer nach der Partie. Jiri Svejda netzte in der 10. Minute zum 1:0 ein. Und auch das 2:0 besorgte Svejda im letzten Drittel, als gerade 69 Sekunden gespielt waren.

Pokorny überrascht LHH - Rücktritt

29.01.2011

Die Nachricht sorgte für einen gewaltigen Paulenschlag: Andreas Pokorny legt sein Amt als Trainer des Eishockey-Oberligisten Lippe Hockey Hamm mit sofortiger Wirkung nieder.

„Für mich ist jetzt Feierabend“, verkündet der 42-Jährige in seiner dritten Saison als Coach bei den Young Stars. Ausschlaggebend war für den Ex-Nationalspieler jedoch nicht die derzeitige sportliche Situation und die hohe personelle Fluktuation innerhalb des Kaders. „Als Neuling in der Liga sind wir weiterhin absolut im Soll“, bekräftigt Pokorny, der die aktuelle Spielzeit eigentlich anständig zu Ende bringen wollte, um sich dann in Ruhe Gedanken über ein weiteres Engagement bei LHH zu machen. Warum sich der Ex-Profi letztlich zu diesen Schritt entschieden hatte, wollte er nicht näher erläutern. „Wir haben hier in drei Jahren etwas aufgebaut, und ich wünsche dem Verein, dass er diesen Weg weiter geht“, sagt Pokorny.

Licht zeigt sich überrascht

Auch Thorsten Licht war von dieser Hiobsbotschaft mehr als überrascht. „Das hat sich zu diesem Zeitpunkt so nicht abgezeichnet“, beteuert der Sportliche Leiter und sprach von einem großen Verlust – menschlich wie auch sportlich. „Schließlich hat er hier nicht nur als Trainer gearbeitet, sondern auch im gesamten Umfeld etwas für den Eishockeysport in Hamm getan. Daher möchten wir uns bei ihm für seine erbrachten Leistungen bedanken und wünschen ihm alles erdenklich Gute.“ Licht war am Donnerstag während des gesamten Nachmittags darum bemüht, einen Plan B auf die Beine zu stellen, „um den Spielbetrieb für diese Saison zu sichern.“ Der Sportliche Leiter legt großen Wert darauf, dass Pokornys Nachfolger das Hammer Umfeld möglichst kenne.

Reinke übernimmt bis zum Saisonende

Die Lösung war dabei ebenso naheliegend wie logisch. Ex-Akteur Mirko Reinke, der sich im Oktober vergangenen Jahres aufgrund privater und beruflicher Gründe als Spieler zurückzog, wird die Young Stars bis zum Saisonende betreuen. „Ich wollte nicht irgendeinen Trainer von außerhalb für die restlichen Wochen verpflichten“, erklärt Licht. Ähnlich argumentiert auch der neue Interims-Coach. „Es macht wohl mehr Sinn, dass diese Aufgabe einer übernimmt, der die Mannschaft kennt“, begründet Reinke seine Zusage. Lange gezweifelt habe er nicht, doch er holte sich zunächst das Okay seine Ehefrau ab, da der 30-Jährige aufgrund seines Berufes zeitlich ohnehin stark eingebunden ist. Daher wird er wohl auch nicht jede Trainingseinheit in der Maxi-Eishalle selbst leiten können. „Da müssen wir uns noch etwas überlegen“, sagt Reinke.

Plate unterstützt

Die wahrscheinlichste Variante ist, dass er sich mit Kapitän Carsten Plate austauschen wird. Erste Erfahrungen an der Bande sammelte der 30-Jährige bereits, als er vor einigen Wochen den erkrankten Pokorny an der Bande vertrat. Und sie waren durchaus positiver Natur. Denn die Young Stars verpassten gegen Ligaprimus Dortmund einen Überraschungserfolg nur knapp. Erst zwölf Sekunden vor Schluss traf der EHC zum vorentscheidenden 1:2. „Das hat mir unglaublich Spaß gemacht“, blickt Reinke zurück. Diesen möchte er möglichst auch nach seinem offiziellen Debüt als Trainer am Freitag um 20 Uhr noch haben. Ausgerechnet zu Reinkes Premiere steigt das Derby gegen den Königsborner JEC in einer gut gefüllten Maxi-Eishalle – LHH setzte im Zuge einer Aktion bereits 800 Karten ab. „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, sagt Hamms Interims-Coach in Hinblick auf das Duell gegen die Bulldogs. „Als Spieler wusste ich, dass das besondere Begegnungen sind. Ob das als Trainer auch so ist, werde ich dann ja sehen“, lächelt Reinke. „Aber jetzt sind die Jungs gefragt und müssen eine entsprechende Reaktion zeigen.“

Am Sonntag (19 Uhr, Eissportzentrum Westfalenhallen) geht es für die Hammer dann zum EHC Dortmund, den die Young Stars unter Reinke nur zu gerne erneut ärgern würden. Damit der Neu-Coach seinen Spaß nicht schnell wieder verliert.

Desolate Vorstellung

23.01.2011

Was haben sich die Young Stars denn dabei gedacht? Vor fast 200 Zuschauern hagelte es eine bittere 4:10-Niederlage (2:6, 1:1, 1:3) gegen die Ratinger Ice Aliens. Bereits nach zwei Minuten kassierte die Gastgeber ihr erstes von zehn Gegentoren. Dabei wollte man hochkonzentriert in die Partie gehen.

Der schnelle Rückstand konnte zwar in der fünften Minute egalisiert werden. Doch die konfuse Defensive geriet im Minutentakt in Schwierigkeiten. So kassierten die Young Stars innerhalb von elf Minuten weitere vier Gegentreffer. Konsequenzen zog Torhüter Benjamin Voigt und machte für den Rest des Drittels Platz für Ersatztorhüter Rene Sembach. Das Pokorny-Team konnte vor der Pause noch auf 2:6 verkürzen. Im zweite Drittel waren die Hammer dann etwas präsenter und beendet dieses 1:1-Unentschieden. Im letzten Durchgang keimte dann kurz Hoffnung auf. Verkürzten die Young Stars doch bereits nach fünf Sekunden auf 4:7. Doch eine Aufholjagd bleib leider aus und am Ende hieß es 4:10 für Ratingen.

Young Stars schlagen sich achtbar

21.01.2011

Eine ernsthafte Chance hatte sich Eishockey-Oberligist Lippe Hockey Hamm in der Begegnung beim EC Bad Nauheim (0:6) nicht ausgerechnet. Für Trainer Andreas Pokorny ging es in erster Linie darum, sich mit der dünnen Personaldecke möglichst achtbar auf der Affäre zu ziehen.

„Das ist uns auch gelungen. Das war auf jeden Fall eine deutliche Steigerung und seit längerem mal wieder ein gutes Spiel“, sagte der Coach nach der 0:6-Niederlage (0:2, 0:2, 0:2). „Mehr war einfach nicht drin. Irgendwann hast du einfach nicht mehr die nötige Kraft.“

Die Gäste hielten trotz des personellen Engpasses – neben dem gesperrten Jaroslav Buchal fehlte auch Neuzugang Thomas Branz, dessen Unterlagen noch nicht beim Verband vorlagen – gut mit und waren mit allen Mitteln darum bemüht, den Roten Teufeln die Punkte nicht kampflos zu überlassen. Doch schon in der sechsten Minuten kassierten die Young Stars den ersten Dämpfer, als Nauheims Kyle Piwowarczyk zum 0:1 einnetzte. Auch die Hammer, bei denen Tim Pietzko nach seiner langen Verletzung wieder auf dem Eis stand, zeigten die eine oder andere Offensivaktion, doch sowohl Jiri Svejda als auch Mark Jablonski blieben erfolglos.

„Tim hat sich fast ohne Training in den Dienst der Mannschaft gestellt. Hut ab“, lobte Pokorny. Kurz vor der ersten Pause erhöhten die Gastgeber durch Lanny Gare auf 0:2 (18.).

Das Pokorny-Team agierte weiterhin sehr diszipliniert, doch bei einer der wenigen Unterzahlsituationen der Hammer schlugen die Gastgeber in Person von Igor Filobok zu (29.), ehe Dennis Cardona wenig später das 0:4 für den EC markierte (32.). Bei den Young Stars schwanden die Kräfte mit zunehmender Zeit. Dennoch gelang es LHH, aus der tief stehenden Defensive heraus Konterchancen zu erarbeiten. Niko Bitter scheiterte mit seinem Schussversuch, und ein Pass von Karl Jasik auf Jiri Svejda, der sich von seinem Gegenspieler abgesetzt hatte, kam nicht beim Adressaten an.

Drei Minuten nach Beginn des Schlussabschnitts erzielte Manuel Weibler das 0:5 für Bad Nauheim. Der große Einbruch bei LHH blieb aus, doch kurz vor dem Ende der Begegnung nutzten die Roten Teufel mühelos ihre numerische Überlegenheit aus, und Alexander Altehenn traf zum 0:6. „Wenn du mit anderthalb Reihen spielt und der Gegner mit vier, hast du nun mal wenig Chancen“, meinte der Trainer.

Bittere Niederlage gegen Tabellenschlusslicht

19.01.2011

Eine bittere Niederlage mussten die Young Stars von Lippe Hockey Hamm beim Neusser EV einstecken. Sie verloren gegen das Tabellenschlusslicht der Oberliga mit 2:6 (0:2,1:2,1:2).