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12.02.2012 Kanu-Ring e.V. Hamm PM Deutscher Kanu-Verband
Sebastian Schubert vom Kanu-Ring Hamm und Sideris Tasiadis (Augsburg) haben dem Team des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) beim ersten Rennen der olympischen Kanu-Slalom-Saison, den Australian Open in Penrith, zwei Siege beschert.
Schubert gewann das Weltranglisten-Rennen am Sonntag im Kajak-Einer deutlich vor Weltmeister Peter Kauzer (Slowenien) und dem Franzosen Vivien Colober. Der Augsburger Hannes Aigner paddelte dahinter auf Rang vier. „Ein bisschen überrascht war ich schon, dass ich so schnell war. Das ganze Wochenende lief wirklich gut. Ich bin ohne viel Risiko gefahren und habe eine sehr gute Linie getroffen. Jetzt konzentriere ich ich weiter auf das Training hier in Penrith, bevor dann in zwei Wochen die unmittelbare Vorbereitung auf unsere Olympiaqualifikation startet“, sagte Sebastian Schubert.
Zuvor hatte sich Tasiadis den Sieg im Canadier-Einer der Herren gesichert. Er verwies Doppel-Olympiasieger Tony Estanguet aus Frankreich sowie den Slowaken Matej Benus auf die Plätze. Mit den Leipzigern Jan Benzien auf Rang fünf und Franz Anton auf dem zehnten Platz platzierten sich zwei weitere Deutsche im Finale. „Ein sehr guter Lauf mit zwei kleinen Ecken. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft, nach dem harten Training der letzten Tage. Die Strecke war sehr fair ausgehangen. An der Wildwassertechnik werde ich in den nächsten Tagen beim Training hier in Penrith weiter feilen“, sagte Sideris Tasiadis auf dem Sprung zur Siegerehrung.
Knapp am Podium vorbei paddelte Melanie Pfeifer (Augsburg) bei den Damen im Kajak-Einer. Sie wurde beim Sieg der Österreicherin Violetta Oblinger-Peters Vierte. Jasmin Schornberg (Hamm) paddelte auf den sechsten Platz. Im Canadier-Einer, den die Australierin Jessica Fox für sich entschied, wurde Lena Stöcklin Siebte.
Den gleichen Platz erreichten David Schröder und Frank Henze (Leipzig) im Canadier-Zweier der Herren. Hier gewannen die Franzosen Gauthier Klauss/Matthieu Peche. Die neue Besatzung Franz Anton/Jan Benzien (Leipzig) fuhr als Neunte ebenfalls ins Finale.
DKV-Cheftrainer Michael Trummer freute sich zwar über die guten Resultate, wollte ihnen aber nicht allzu große Bedeutung beimessen: „Für die australischen Sportlerinnen und Sportler geht es bei den Wettkämpfen hier in Penrith bereits um die Olympiaqualifikation. Unsere Athleten haben bis zu ihren Qualifikationsrennen noch acht Wochen Zeit. Das heißt, der Schwerpunkt für unsere Sportler liegt hier in Penrith auf dem Training im Wildwasser. Die Wettkämpfe haben wir in die Trainingsplanung integriert, ohne an den geplanten Inhalten und Trainingsumfängen Abstriche zu machen“, so der Chefcoach. Das Team ist noch bis Ende Februar zum Training auf der Olympiastrecke von Sydney 2000 und absolviert dabei am 25. und 26. Februar noch ein weiteres Weltranglisten-Rennen.