Oktober 2011

Ehepaar Sudholt: Seit 30 Jahren gemeinsam auf der Tanzfläche

26.10.2011

PM HSC 08

Karl-Heinz und Ilse Sudholt mit Trainerin Isabel Edvardsson. Foto: HSC

"Fit sein im Alter" - unter diesem Motto betreiben Karl-Heinz (76) und Ilse Sudholt (71), Mitglieder der Tanzsportabteilung im Hammer Sportclub 08, seit 30 Jahren gemeinsam Tanzen als Sport. Sie gehören der ältesten und höchsten Leistungsklasse des Deutschen Tanzsportverbandes, der Senioren-IV-Sonderklasse, an. Fast 600 Turniere sind in ihrem Startbuch eingetragen.

Wenn auch sportliche Erfolge spärlicher geworden sind, so haben sie den Spaß am Tanzen nicht verloren. Regelmäßiges Training, drei- bis viermal, gehört zu ihrem Wochenplan.Die Hammer Tänzer sind fest davon überzeugt, dass Tanzen gut ist für Körper und Geist. Das Lernen von Schrittkombinationen und Figuren schult das Gedächtnis. In der praktischen Umsetzung  stärkt Tanzen das Herz-Kreislauf-System und kräftigt die Muskeln in Beinen, Armen, Rücken und Schulter. Der Körper wird beweglicher, die Körperhaltung verbessert sich.Vorteilhaft ist, dass Tanzen als Sport gemeinsam bis ins hohe Alter betrieben werden kann.

So nutzen Sudholts Gelegenheiten, für ihr Tanzen neue Impulse zu bekommen und  Lehrgänge unter namhaften Trainern zu besuchen. Sie nahmen an einem mehrtägigen Seminar der Tanzakademie in Enzklösterle (Schwarzwald ) teil, das von den Profi-Europameistern Standard Kür Marcus Weiß und Isabel Edvardsson (bekannt von der RTL-Fernseh-Serie "Let`s dance") geleitet wurde.

Kaum noch zu schlagen

14.10.2011

von Elke Oehme

Nicole und Eric Scharnewski von der Tanz-Sport-Gemeinschaft Hamm sind in ihrer Leistungs- und Altersklasse kaum noch zu schlagen.

Der TSC Borken Rot-Weiß veranstaltete auch in diesem Jahr den Westmünsterland Dance-Contest, ein Festival mit vielen Turnierangeboten, über zwei Tage verteilt. Da allerdings die Paare zunehmend derartige Großveranstaltungen scheuen, war die Teilnehmerzahl in diesem Jahr nicht so groß wie erwartet. Aus dem geplanten Dreiflächenturnier wurde ein – immerhin – Zweiflächenturnier.

Nicole und Eric Scharnewski hatten sich für den Sonntag besonders viel vorgenommen. Gleich für fünf Turniere hatten sie sich angemeldet. Den Anfang machten sie mit dem Senioren I D Latein-Turnier. Nach Sichtungs- und Endrunde gewannen sie alle drei Tänze und damit Turnier Nummer eins. 

Auch in der jüngeren Altersklasse – der Hauptgruppe II – gewannen sie ganz klar das D Latein-Turnier, Sieg Nummer zwei.

Dank des gewonnenen Sen I D Latein-Turniers durften sie in der höheren Leistungsklasse, für die sie eigentlich noch nicht qualifiziert sind, das Sen I C Latein-Turnier mittanzen. Hier kam es in der Endrunde zu einem „Kopf- an Kopfrennen mit dem derzeitigen Landesmeister aus Rheinland-Pfalz. Den Gewinn des Cha Cha Cha mussten sich beide Paare teilen. Die Rumba konnte das Paar Scharnewski für sich entscheiden. Den Jive musste es abgeben. Die Samba sollte die Entscheidung bringen. Trotz eines guten Gefühls belegte es dann mit 0,5 Punkten Rückstand auf den Sieger Platz zwei.

Drei Turniere hatten Nicole und Eric Scharnewski nun schon hinter sich, als sie in die Standard-Sektion wechselten. Im Sen I D Standard-Turnier erzielten sie Sieg Nummer drei! Allerdings merkten sie jetzt doch, dass sie schon vier Turniere durchtanzt hatten, Sowohl geistig als auch körperlich fehlte eigentlich für das fünfte, noch gemeldete Turnier die Motivation. Da das Turnier der Hgr. II D-Standard mit nur zwei Paaren nicht hätte ausgetragen werden dürfen, erklärten sie sich dennoch bereit, noch anzutreten. Andernfalls wären die beiden Paare die weite Anreise vergeblich angetreten, - ein Zeichen für  Nicoles und Erics vorbildliche sportliche Haltung.  Sie mobilisierten  ihre letzten Reserven und belegten nun Rang zwei.

Fazit dieses Sonntags: Drei Siege, zwei zweite Plätze, eine schönere Belohnung für den Trainingsfleiß kann man sich kaum wünschen.  

Tänzer zaubern Blumenfest auf die Kurhausbühne

04.10.2011

Phantasievolle Kostüme und tolle tänzerische Leistungen bekamen die Zuschauer beim Blumenfest zu sehen. Fotos: Kreienfeld

Ein außergewöhnliches Blumenfest zauberte Petra Finger mit ihrer Schülerschar am Samstag auf die Kurhausbühne. In zwei Aufführungen erweckten jweils rund 120 kleine und große Akteure der Ballettschule Petra Finger die verschiedensten Blumen, aber auch Gemüse und Unkraut tänzerisch zum Leben. Kleine Butterblumen, die zarten rosa Röschen, Moosaugen, Ringelblumen, Schattengewächse, aber auch Gurken und wilde Gewächse - die kleinen und großen Tänzer setzten die Choreographien in vielfältiger Weise und sehr gekonnt um und verzauberten das Publikum immer wieder aufs Neue. Bunte und phantasievolle Kostüme mit kunstvollem Kopfschmuck, Tüchern und Accessoires bereiteten den Rahmen für die unterschiedlichen Darbietungen. Je nach Blumencharakter und Gemüsetyp reichte das Repertoire vom klassischen Ballett über Ausdruckstanz bis zu Jazzdance und Hip Hop.

Die Vorlage für das Blumenfest lieferte ein Kinderbuch von Elsa Beskow. Auszüge aus diesem Werk und verschiedene Blumengedichte stellten die Verbindung zwischen allen Tänzen her. Julia Styrie und Lena Stolze als Blumenfeen auf Stelzen trugen diese Texte sehr eindrucksvoll vor und betteten die unterschiedlichen Tänze und Darbietungen in eine große Geschichte ein.

Petra Finger hatte bei dem bunten Blumenfest die Gesamtleitung in ihren Händen, gestaltete die Choreographien und entwickelte auch die Ideen für die Kostüme. "Das waren dann meine Sommerferien. Vor allem das Herstellen der verschiedenen Accessoires und Ausstattungen braucht immer enorm viel Zeit ", blickt sie zurück. Neben ihr hauchte Katharina Bieche dem jungen Hip Hop Gemüse Leben ein und Elena Luft ließ mit ihren Gruppen das Unkraut sprießen. Annabella Liß und Julia Wildtraut halfen außerdem beim Einstudieren einiger Choreographien wie zum Beispiel bei Erdbeeren, Butterblumen und Moosaugen.

Egal ob stolze Eltern, beeindruckte Zuschauer oder kleine und große Tänzer, die noch ganz im Eindruck ihres gelungenen Auftritts standen - nach beiden Aufführungen waren durchweg begeisterte Reaktionen zu hören. Nach den letzten anstrengenden Wochen und jeder Menge Arbeit hinter den Kulissen waren auch die Verantwortlichen und Betreuer am Ende froh und erleichtert, dass alles so erfolgreich über die Bühne gegangen war. "Trotz all der Anspannung und der vielen Arbeit sind aber alle traurig, wenn es vorbei ist", erzählt Petra Finger von dem weinenden Auge nach einem solchen großen Projekt. Wie gut, dass es bestimmt wieder eine Aufführung geben wird.

Zum Blumenfest gibt es eine Fotogalerie.