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29.07.2011
Die Möhnetalsperre zeigte sich alles andere als freundlich, denn der hohe Wellengang erinnerte eher an die Ostsee und machte den Athleten schwer zu schaffen. Aber die erste Disziplin wurde schnell hinter sich gebracht, so dass es dann auf die profilierte Radstrecke entlang der Möhne und durch den Arnsberger Wald ging, die das TriTeam bereits aus diversen Trainingsausfahrten gut kennt.

Triathlonpremiere feierten an dem Tag Silke John und Christian Härtel, wobei beide gleich die Kurzdistanz in Angriff nahmen. Silke schaffte direkt den Sprung unter die Dreistundenmarke und kam nach 2:58:17 Stunden glücklich ins Ziel. Damit belegte sie den 20. Gesamtplatz und Platz sechs in der AK W30. Selbst die widrigen Bedingungen konnten Silke nicht abschrecken. Der Wettkampf machte ihr soviel Spaß, dass sie am 7. August gleich die nächste Kurzdistanz in Sassenberg bestreiten wird. Auch für Christian lief es in seinem ersten Rennen außerordentlich gut und konnte seine Trainingseindrücke mehr als bestätigen. Er stieg auf Position acht aus dem Wasser und konnte auf der Rad- sowie auf der Laufstrecke noch einige Plätze gutmachen, so dass er im Endergebnis auf dem vierten Gesamtplatz mit einer Zeit von 2:22:39 Stunden die Ziellinie querte.
Alexandra Dierkes, die ihr letztes Rennen vor dem Ironman Regensburg in zwei Wochen bestritt, setzte sich ebenfalls gegen die starke Konkurrenz durch. Mit einer Gesamtzeit von 2:34:41 Stunden sicherte sie sich den driten Platz. Nun beginnt für sie und Daniel Dierkes die Taperingphase.
Karsten Sperlich war mal wieder der Pechvogel des Tages. Die Zeitmessung erfasst ihn nicht richtig, so dass seine Gesamtzeit nicht in den Ergebnislisten geführt wird.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Kurzdistanz:
Gesamtplatz / Name / Gesamtzeit / Schwimmzeit / Radzeit / Laufzeit / Platz AK
3 / Alexandra Dierkes / 02:34:41 / 00:26:20 / 01:21:24 / 00:46:58 / 2. W30
20 / Silke John / 02:58:17 / 00:32:25 / 01:33:09 / 00:52:44 / 6. W30
4 / Christian Härtel / 02:22:39 / 00:23:33 / 01:17:17 / 41:49 / 2. M30
18 / Daniel Dierkes / 02:28:36 / 00:29:17 / 01:17:14 / 00:42:06 / 6. M30
Volksdistanz:
18 / Inka Knaepper / 01:33:57 / 00:11:43 / 53:17 / 00:28:57 / 4. W30
56/ Dierk Poth / 01:27:29 / 00:11:25 / 00:49:53 / 00:26:12 / 14. M30
79 / Klaus Jahn/ 01:30:14 / 00:12:29 / 00:50:18 / 00:27:27 / 4. M55
18.07.2011
Für die Sprintdistanz über 600 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen benötigte sie lediglich 1:07:20 Stunden und reihte sich damit als Achte der insgesamt 81 Ligastarterinnen in der Ergebnisliste weit vorn ein. Ein packendes Rennen lieferten sich ihre Mannschaftskameradinnen Meike Hoffmeister und Jutta Weßelmann. Hoffmeister, die das Schwimmen im Verler See trotz der mit 19 Grad geringen Wassertemperatur ohne Neoprenanzug absolviert hatte, flog anschließend förmlich über die Radstrecke und ließ auf dem eckigen Kurs viele Konkurrentinnen hinter sich. Nach einem schnellen Wechsel ging sie mit kleinem Vorsprung vor Weßelmann auf die Laufrunde, auf der sich die beiden Athletinnen des Tri-As Hamm dicht hintereinander liegend Platz für Platz vorarbeiteten. Den Zielsprint konnte schließlich Weßelmann für sich entscheiden, die auf den letzten Metern noch eine Konkurrentin des Tabellenführers aus Münster überholte und nach 1:08:46 Stunden nur fünf Sekunden vor Hoffmeister als Vierzehnte des Feldes die Ziellinie überquerte.

Im Zielbereich trafen die Damen auf ihre Vereinskameraden Markus Kleine und Werner Böcker, die in Verl über die Kurzdistanz an den Start gegangen waren. Kleine benötigte für die Strecke über 1200 m Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen 2:21:25 Stunden (25:23/1:09:08/46:54) und erreichte als 31. das Ziel. Werner Böcker wurde mit einer Gesamtzeit von 2:29:51 Stunden (30:39/1:12:05/47:07) Zweiter seiner Altersklasse.
16.07.2011
Höhepunkt war traditionell am Sonntag der Triathlon über die klassische Ironmandistanz mit 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Bereits ab 4.30 Uhr tummelten sich rund 5000 Teilnehmer aus 60 Nationen in der Wechselzone am Main-Donau-Kanal, bevor nach dem traditionellen Erklingen der Nationalhymnen um 6.30 Uhr der Startschuss ertönte. In insgesamt 10 Startwellen stürzten sich immer neue Gruppen von Athleten in das 21 Grad warme Wasser.
Etwa sechs Monate dauert normalerweise die intensive Vorbereitungszeit auf eine solche Ironmandistanz nach entsprechenden speziellen Trainingsplänen. Hierbei sammeln sich letztendlich ca. 100 km absolvierte Strecke im Wasser, ca. 4000 km auf Rennrad und Ergometer, sowie 700 km in den Laufschuhen an.
Der TRI-AS Hamm schickte gleich vier SportlerInnen ins Rennen. Erwartungsgemäß erreichte Bernd Gorschlüter als schnellster Schwimmer nach nur 59:25 min das Ufer, gefolgt von Gregor Mitlewski, der jedoch mit seiner Schwimmzeit von 1:09:22 h nicht ganz zufrieden war. Überrascht traf Norbert Hostermann in der Wechselzone nach dem Schwimmen auf Christiane Mitlewski, die einige Zeit vor ihm gestartet war und sich in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Schwimmen, in Roth eigentlich einiges vorgenommen hatte. Dass bei einer solchen Langdistanz auch mal unerwartete Schwierigkeiten große mentale Stärke erfordern können, musste die Sportlerin des Tri-As Hamm bei ihrer zweiten Langdistanz erfahren. Direkt vom Schwimmstart an hatte C. Mitlewski mit heftigen Atemproblemen zu kämpfen, so dass sie anstelle des gewohnten und viel schnelleren Kraulstils die gesamte Schwimmstrecke brustschwimmend absolvieren musste.
Vom TUS 1859 Hamm ging Jost Niggemann in Roth an den Start und bewältigte die Schwimmstrecke in einer guten Zeit von 1:13:28 h.
Niggemann wechselte schnell auf die zweite Disziplin und bewältigte die 180 km lange Radstrecke, die mit giftigen Anstiegen, aber auch mit rasanten Abfahrten gespickt war, als schnellster Hammer Starter in einer hervorragenden Zeit von 5:11:02 h vor Norbert Hostermann mit 5:12:46 h und Gorschlüter mit 5:28:52 h. G. Mitlewski musste leider das Radfahren ohne funktionieren Tacho abspulen und war mit seiner Radzeit von 6:31 h hinter seinen Erwartungen geblieben.
Erwartet souverän brachte Niggemann auch den abschließenden Marathonlauf bei inzwischen um 30 Grad in nach der Vorbelastung sehr schnellen 3:23:06 h hinter sich und lief als Erster der Starter aus Hamm nach nur 9:55:34 h in das vollbesetzte Zielstadion ein. Hostermann folgte ihm mit 2:45:24h für die 42,195 km und war nach 10:26:12 h im Ziel. Auch Gorschlüter benötigte nur 4:07:10h für den Marathon und beendete seinen Wettkampftag mit einer ebenfalls sehr guten Endzeit von 10:43:48 h.
Gewohnt schwer fiel die Abschlußdisziplin, das Laufen dem Ehepaar Mitlewski. Nach zunächst sengender Hitze, zog in der zweiten Marathonhälfte ein schweres Unwetter mit Gewitter und Starkregen über Stunden auf, was wegen der beginnenden Unterkühlung einige Teilnehmer abbrechen ließ. Als Weltrekordlerin Chrissie Wellington Gregor Mitlewski im Ziel die Medaille um den Hals legte und gratulierte, musste sich dieser mit einer Zeit knapp über 14 h zufrieden geben und blieb damit bei seinem fünften Ironmanfinish deutlich hinter seiner Bestzeit zurück.
G. Mitlewskis Hauptwettkampf für dieses Jahr wird ohnehin bei der Ironmanweltmeisterschaft in Kailua-Kona auf Hawaii Anfang Oktober sein, deren Teilnahme er auf keinen Fall durch Überlastungen gefährden wollte und das Rennen deswegen defensiv bestritt. Hinzu kam für ihn die Sorge um seine Frau Christiane, die ihm auf der Radstrecke einen wahrscheinlichen Rennausstieg angekündigt hatte. Christiane Mitlewski, die erst kürzlich eine schwere Erkältung auskuriert hatte, konnte ihre Atemprobleme während des ganzen Rennens nicht komplett abstellen und achtete daher auf einen möglichst niedrigen Puls.
Allein mit purem Willen, das Minimalziel zu finishen immer vor Augen, erreichte auch sie rechtzeitig zum Beginn des spektakulären Feuerwerkes nach 15:55 h die Ziellinie und absolvierte damit ihren zweiten Ironman.
Alles in Allem war dieser Triathlon ein Ereignis der Superlative. Allein 5.300 freiwillige Helfer versorgten die 5000 Starter mit u. a.: 50.000 Gels, 23.500 Energieriegel, 25.000 Bananen sowie hektoliterweise Getränke. Während eines solchen Rennens verbraucht ein Triathlet durchschnittlich 10.000 kcal, die permanent aufgefüllt werden müssen, um eine solche Belastung überhaupt möglich zu machen.180.000 Zuschauer an Strecke und Ziel und unzählige Stimmungsnester, insbesondere auf der Radstrecke der „Solarer Berg“ mit seiner „Tour de France“ - Atmosphäre, ließ die Athleten immer wieder neue Energien mobilisieren.
Triathlon gilt gemeinhin als eine der härtesten Sportarten überhaupt, und doch sind es gerade diese Erlebnisse am Rande der Strecke, die vor allem Freizeitsportler immer wieder antreiben, neben Beruf und Familie solche Grenzerfahrungen anzugehen.
Während die anderen Hammer Starter das Training nun deutlich zurückfahren werden, beginnt für G. Mitlewski jetzt erst die eigentliche Vorbereitung auf den Ironman Hawaii, dem wohl bekanntesten Triathlon der Welt.
07.07.2011
Die intensive Vorbereitung auf ihren ersten Wettkampf über die Langdistanz und der monatelange Spagat zwischen Familie, Training und ihrem Beruf als Ärztin hatten der zweifachen Mutter einiges abverlangt. Ein halbes Jahr lang hatte sie nur für diesen einen Tag trainiert und sich immer wieder gefragt, ob sie die Strecke von 3,8 km Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 km Laufen tatsächlich würde bewältigen können.
Etwas mulmig war es der 39-Jährigen immer noch zumute, als sie am vergangenen Sonntag morgens um 7 Uhr gemeinsam mit 2.395 anderen Sportlern aus 48 Nationen beim Schwimmstart des Ironman Austria am Wörthersee stand. Doch das sollte sich mit dem Startschuss ändern. Bei leichtem Wellengang stürzte sich Keil ins Getümmel der vielen Starter und legte die 3,8 km lange Schwimmstrecke in respektablen 1:11:17 Stunden zurück.
Nach einem flotten Wechsel ging sie auf die 90 km lange Radrunde, die zwei Mal gefahren werden musste und knackige Anstiege enthielt. Unterstützt von den dicht gedrängt stehenden Zuschauern benötigte sie für ihre Lieblingsdisziplin nur 5:47:24 Stunden und stellte damit wieder einmal ihre Stärke auf dem Rad unter Beweis.
Auf der sich anschließenden Marathonstrecke begannen auch für Keil die gefürchteten Leiden des Ironman. Mit großen Blasen an beiden Fußsohlen kämpfte sie in der für sie ohnehin ungeliebten Disziplin gegen die Schmerzen und die Uhr, um die in Aussicht genommene Zielzeit von weniger als 12 Stunden noch einzuhalten. Überglücklich und gelöst lief sie schließlich unter dem Applaus der zahlreichen Zuschauer innerhalb der von ihr erhofften Zeit durch das Zieltor, wo sie von ihrem Vereinskameraden Hermann Aschwer erwartet wurde.
Der 64-Jährige Vereinsvorsitzende des Tri-As Hamm hatte bei seinem Hausrennen in Österreich seine 40. Langdistanz absolviert und nach 11:14:54 Stunden als Vierter seiner Altersklasse das Ziel erreicht.
06.07.2011
Mit der ersten Startgruppe um 13.30 Uhr sprangen dann Daniel und Alexandra Dierkes in das Hafenbecken um dort die 1.500 Meter lange Schwimmstrecke zurückzulegen. Für Alex Dierkes lief es diesmal deutlich besser im Wasser, so dass sie nach 27:48 Minuten aus dem Hafenbecken kletterte und auf die knapp 40 Kilometer lange Radstrecke wechselte. Gelaufen wurden abschließend vier Runden durch den Medienhafen, auf denen die Athleten von zahlreichen Zuschauern gepusht wurden. Hier profitierte Daniel Dierkes von seinem umfangreichen Training der letzten Monate und lief die knapp 10 Kilometer so schnell wie noch nie zuvor.
In der offenen Wertung gingen Inka Knäpper, Julius Heimann, Thorsten Behr, Stefan Kröner und Klaus Jahn an den Start. Für Klaus Jahn war es sein erster Wettkampf über diese Distanz, mit dem er überaus zufrieden war. Besonders auf dem Rad konnte er einige Plätze gutmachen und lieferte eine starke Radzeit ab. Alle Teammitglieder, insbesondere Julius Heimann, für den es ein Heimrennen war, sind sich über eine gelungene Premiere einig und werden sicher im nächsten Jahr wieder mit an den Start gehen.
Gesamtplatz / Name / Gesamtzeit / Schwimmzeit / Radzeit / Laufzeit / Platz AK
26 / Alexandra Dierkes / 02:23:22 / 00:27:48 / 01:08:22 / 00:41:23 / 5 (WAK3)
134 / Daniel Dierkes / 02:15:25 / 00:32:04 / 01:02:18 / 00:36:03 / 15 (MAK3)
34 / Inka Knäpper / 03:00:25 / 00:41:01 / 01:16:34 / 00:55:17 / 17 (W30)
134 / Thorsten Behr / 02:32:55 / 00:31:38 / 01:07:40 / 00:47:41 / 68 (M40)
153 / Julius Heimann / 02:34:40 / 00:35:33 / 01:08:21 / 00:44:29 / 45 (M30)
218 / Stefan Kröner / 02:41:15 / 00:35:22 / 01:11:51 / 00:46:27 / 115 (M40)
280 / Klaus Jahn / 02:48:22 / 00:40:25 / 01:09:35 / 00:50:49 / 21 (M50)