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05.10.2011 Tri-As Hamm Jutta Wesselmann
Seit knapp einer Woche befindet sich Gregor Mitlewski vom Tri-As Hamm bereits auf Big Island, der größten Insel Hawaii’s, um sich auf die für Europäer im Herbst ungewohnten Witterungsbedingungen einzustellen, bevor am kommenden Samstag der Startschuss für die diesjährige Ironman-Triathlon-Weltmeisterschaft fällt. Dann wird aus dem sonst so verträumten kleinen Ort am Pazifischen Ozean das Zentrum für die weltbesten Triathleten. Mitlewski hatte sich durch eine Wildcard für den wohl berühmtesten und härtesten Triathlon der Welt qualifizieren können. Er ist erst der vierte Triathlet aus dem aktiven Kader des Tri-As, dem eine Teilnahme vergönnt ist.
Jeden Tag kommen immer mehr Triathleten aus aller Herren Länder auf der Insel an, um sich dem Mythos Ironman Hawaii zu stellen. Sie finden sich bereits morgens um sieben Uhr am Pier des berühmten Alii Drive zum Schwimmtraining auf der Original-Wettkampfstrecke ein. Auch für Gregor Mitlewski bietet sich hier die Gelegenheit, das ungewohnte Schwimmen im Salzwasser und bei hohem Seegang real zu erleben, um dann auf die erste Teildisziplin über 3,86 Kilometer gut vorbereitet zu sein. Hierbei findet sich auch immer wieder die Gelegenheit zu einem Plausch mit den Profis. Die sind sehr auskunftsfreudig und überhaupt nicht kontaktscheu und geben auch den insgesamt 1800 Altersklassenathleten aus aller Welt Tipps für den für die meisten Triathleten unbeliebtesten Teil des Ausdauerdreikampfes. Vor dem Schwimmen, das zu seinen Stärken zählt, macht sich der Hammer Triathlet aber die wenigsten Gedanken.
Bereits die zweite Disziplin, 180 Kilometer Radfahren durch die Lavawüste der doch sehr kargen Pazifikinsel - und das bei Temperaturen um die 35 Grad mit heftigen wechselnden Winden - stellt schon ganz andere Anforderungen an die Teilnehmer. Es wird darauf ankommen, dem enormen Flüssigkeitsbedarf während des Rennens bereits frühzeitig entgegenzuwirken. Sowohl dem konsequenten Trinken als auch der kontinuierlichen Nahrungsaufnahme während des Radfahrens wird entscheidende Bedeutung zukommen. Auch hier hatte Mitlewski, der vor Ort beim Projekt Ironman Hawaii 2011 durch seine Frau betreut wird, ausgiebig Gelegenheit die anspruchsvolle Strecke zu testen.
Vor ähnlichen Anforderungen wird der heimische Triathlet dann auch bei der dritten Disziplin, dem abschließenden Marathonlauf über 42 Kilometer stehen. Gerade das Laufen stellt für Mitlewski die größte Herausforderung dar, insbesondere natürlich wegen der klimatischen Verhältnisse. Trotzdem haben auch die auf Hawaii absolvierten Laufeinheiten für ihn gezeigt, dass er auch hier bestehen kann. Und bei der Ironman-Weltmeisterschaft zu starten wird für ihn wohl ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man darf gespannt sein, ob gerade diese Teilnahme vielleicht Kräfte bei ihm freisetzt, eine gute Leistung abzurufen.
Bis zum Start der Weltmeisterschaft stehen noch die Nationenparade mit den anderen 160 qualifizierten deutschen Triathleten genauso an wie ein Charitylauf und das Athletenbriefing an, bevor am Samstag um Ortszeit 7 Uhr morgens das Rennen gestartet wird.
15.05.2012 Tri-As Hamm
11.10.2011